Fertigstellung in Stuttgart: Medicke übernimmt Fassadenbau für Rathauserweiterung

Von 7. September 2018News

Schnelle Rettung: Am 3.9. startete Medicke Metallbau mit den Fassadenarbeiten für die Rathauserweiterung im Areal Eichstraße in Stuttgart. Die ursprünglich beauftragte Fassadenfirma war in Insolvenz gegangen. Medicke gewann das Vertrauen des Auftraggebers Landeshauptstadt Stuttgart und entschied den Wettbewerb für sich.

Der Neubau entstand auf dem Grundstück der ehemaligen Rathausgarage. Das Areal umfasst das Innenstadtquartier Eichstraße, Nadlerstraße und Töpferplatz. In direkter Nachbarschaft befinden sich das Rathaus und die Fußgängerzone. Im Kontrast stehen hier einerseits kleinteilige Altstadtstruktur und andererseits großflächige Bauten des Stuttgarter Rathauses. „Mit dem Neubau“, so verlautbaren die Architekten der Arbeitsgemeinschaft h4a Architekten Gessert + Randecker GmbH und Vögele Architekten + Generalplaner GmbH zu ihrem Entwurf, „gelingt die Synthese der unterschiedlichen Körnungen im Stadtgrundriss.“

Aufwertung des gesamten Quartiers
Für die Landeshaupt Stuttgart ist dieses städtebaulich bedeutsame Projekt ein Gewinn. Das gesamte Innenstadtquartier in diesem Areal wird davon sowohl optisch als auch mit neuen Nutzungsperspektiven profitieren. Laden- und Geschäftsnutzung im Erdgeschoss sowie eine Verwaltungsnutzung mit Kindertagesstätte in den Obergeschossen gehen eine sinnvolle Verbindung ein. Der neu geschaffene Töpferplatz wird Teil des neu gestalteten Quartiers sein, was den Bereich zwischen Töpferstraße und Durchgang zur Rathauspassage deutlich aufwerten wird.

Der Entwurf des Gebäudekomplexes von h4a Architekten Gessert + Randecker und Vögele Architekten + Generalplaner trägt zu diesem Ansinnen Rechnung. Der Gebäudeblock fügt sich durch eine kleinteilige Gliederung der Baukörper in die Umgebung ein. Dies findet seine Entsprechung in den Fassaden, was zur Integration in die vorhandene Stadtstruktur beiträgt. Vertikale Fassadenteilungen, das Ausbilden von Fugen zwischen den Gebäudeteilen, das Vor- und Zurückspringen der Fassaden und eine differenzierte Höhenentwicklung führen zu der gewünschten Optik.

Leistungen von Medicke Metallbau im Detail
Gegenstand der Leistungen von Medicke Metallbau sind Produktion, Lieferung und Montage sämtlicher noch ausstehender Fassadenteile. Dazu gehören die Pfosten-Riegel-Fassade im EG mit 14 Einsatztüren (ca. 520 m²) und die Brandschutzfassade EI30 im Innenhof (ca. 120 m²). Ebenfalls fertigzustellen sind die von der Vorgängerfirma begonnenen Fensterbänder vom 1. bis 4.OG, inklusive der außenliegenden Sonnenschutzanlagen (ca. 1900 m²). Das 4. OG erhält zusätzlich eine Lamellenfassade (100 m²) und eine Lochblechfassade (ca. 70 m²).

Die Arbeiten begannen am 3.9.2018. Ziel ist es, alle diese genannten Leistungen bis Ende Januar 2019 fertigzustellen, damit die Gerüste fallen können. Anschließend beginnt die finale Montage der Fertigteile aus Glasfaserbetonelementen, die als Vorhangfassade ausgeführt werden (ca.  2600 m² abgewickelte Sichtfläche). Dabei werden Hebetechnik und Steigertechnik zum Einsatz kommen, unterdessen wird die Stadtkämmerei ihre Räumlichkeiten vom 1. bis 3. OG bereits bezogen haben.

Auftraggeber: Landeshauptstadt Stuttgart, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart, www.stuttgart.de
Architekt: H4a Gessert + Randecker GmbH, Immenhofer Strasse 47, 70180 Stuttgart, www.h4a-architekten.de
Bauleitung: ERNST^2 Architekten AG, Martin-Luther-Straße 40, 70372 Stuttgart, www.ernst2-architekten.de
Projektsteuerung: Drees & Sommer Stuttgart GmbH, Obere Waldplätze 13, 70569 Stuttgart, www.dreso.com
Visualisierung: H4a Gessert + Randecker GmbH