Endspurt beim SAPPHIRE in Berlin: Erstes bioaktives Fassadensystem aus Keramik in Deutschland

Von 31. August 2016News

Facettenreiche Verwandlung: Das Baugerüst schwindet, die Keramik-Titanium-Fassade wird enthüllt. Element für Element stellen die Monteure von Medicke in Berlin-Mitte die Gebäudehülle des SAPPHIRE Wohnhauses von Daniel Libeskind fertig.

Silberfarben, himmelblau, türkis – wie ein Edelstein im wechselnden Licht schillert seit wenigen Tagen die Fassade am Wohnkomplex SAPPHIRE an der Ecke Chausseestraße/Schwartzkopffstraße mitten im Zentrum Berlins. „Mit jedem Quadratmeter, den unsere Monteure fertigstellen, weicht das Gerüst und gibt den Blick auf ein einzigartiges Gebäude frei. Wie bei einem Saphir erst das Licht die einzelnen Facetten für das Auge erschafft, wird auch beim SAPPHIRE das Licht zum Baumeister der architektonischen Gestalt“, schildert Geschäftsführer Marcus Medicke seine ersten Eindrücke beim Besichtigen der Baustelle.

Eine Besonderheit der Fassadenlösung ist, dass die Titaniumdioxid-Beschichtung der Keramik nicht nur ästhetisch neuartig und extrem widerstandsfähig ist, sondern auch bioaktive Eigenschaften aufweist. Die Oberfläche hat die Fähigkeit zur Selbstreinigung und erzeugt unter Einwirkung von Regenwasser und Sonneneinstrahlung zudem Aktivsauerstoff, der die Luft der Umgebung reinigt. Damit werden Luftschadstoffe abgebaut. „Wir sind das erste Unternehmen, das dieses bioaktive Fassadensystem bei einem Wohnhaus in Deutschland umsetzt“, betont Marcus Medicke die Besonderheit des Projektes.

Bekannt geworden ist Daniel Libeskind vor allem durch seinen Masterplan der Neubebauung des One World Trade Center am Ground Zero in New York. Auch in Deutschland hat er bereits seine markante Handschrift hinterlassen: am Jüdischen Museum in Berlin oder am Militärhistorischen Museum in Dresden.

Informationen und Webcam zum Projekt: www.sapphire-berlin.com

(Fotos: André Baschlakow, telosdesign)