Industrie 4.0: Neue Perspektiven für den Fassadenbau

Von 21. März 2016News

Ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine bahnt sich an: Das Softwarehaus Orgadata AG hat einen Info-Server entwickelt, der die Vernetzung der Produktion weiter vorantreibt. Medicke führt diese neue Software-Lösung demnächst als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ein.

Während der Messe Fensterbau/Frontale in Nürnberg (16.-19.3.2016) präsentierte das Softwarehaus ORGADATA aus Leer in Ostfriesland seine Neuheit. Einen Innovations-Preis hat die Idee auch schon gewonnen: Der „European Business Award“ hat ORGADATA zum National Champion gekürt – zum Sieger in der Liga der innovativsten Unternehmen.

Das neue Tool mit der Industrie-4.0-Technologie ist die ideale Ergänzung zur Kalkulations- und Konstruktions-Software LogiKal von ORGADATA. Damit sorgt LogiKal für eine intelligente Digitalisierung und Vernetzung der Produktions-Prozesse von der Konstruktion bis in die Werkstatt. „Auch wir werden den Anforderungen der digitalen, vernetzten Produktion folgen und daraus neue Vorteile für unsere Auftraggeber generieren. Im Augenblick prüfen wir, ob und wie sich die neuen Tools in unsere Fertigung integrieren lassen“, gab Marcus Medicke, Geschäftsführer der Medicke Gruppe, bekannt.

Die Hochtechnologie vernetzt gewinnbringend das Wissen aus Arbeitsvorbereitung und –organisation mit der Fertigung. Die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) läuft direkt mit – ganz ohne zusätzlichen Aufwand. Ihrer Dokumentationspflicht kommt der Fassadenbauer damit ganz automatisch nach.

Großer Schritt für den Metallbauer im Fassadenobjektgeschäft

Eine weitere Neuheit macht fortan das perfekte Zusammenspiel verschiedener, voneinander unabhängiger Software-Lösungen möglich. Holzschnittartig formuliert, steckt dahinter das Konzept einer gemeinsamen Projektquelle. Dabei können verschiedene Programme auf die Daten aus ein und derselben Projektquelle zurückgreifen.

Wird ein Projekt in LogiKal angelegt, können diese Daten auch in Zeichnungen verschiedener CAD-Systeme eingefügt werden. Gleiches gilt für die kaufmännische Betrachtung in ERP-Systemen wie beispielsweise E-R-Plus. Und jede Änderung an diesem Projekt in einem der beteiligten Programme setzt die betreffenden Neuerungen automatisch und unmittelbar auch in den anderen Programmen um.

Zusammenarbeit mit Architekten wird gestärkt

Neue Lösungen liefert ORGADATA auch zur Arbeitsmethode BIM – Building Information Modeling (Gebäudedaten-Modellierung). Dabei enthält ein 3D-Modell eines Gebäudes sämtliche Maße und Informationen und vernetzt darüber die Gewerke. Hinsichtlich der BIM-Methode verstärkt LogiKal die Zusammenarbeit zwischen Metallbauern und Architekten. „Auch das Unternehmen Medicke beschäftigt sich mit BIM, um auf die Zukunft des Bauens rechtzeitig vorbereitet zu sein“, betont Marcus Medicke.

Aus einem Revit-Gebäudemodell des Architekten können Maße von Fenstern, Türen und Fassaden für LogiKal zur Verfügung gestellt werden, wo diese zu fertigen Positionen komplettiert werden. LogiKal liefert dann die fertigen Daten an das BIM-Modell zurück. Damit ermöglicht ORGADATA den Nutzern ihrer Software die Teilnahme an Projekten, die mithilfe solcher BIM-Modelle durchgeführt werden müssen, was in Europa zunehmend zum Standard wird.

Weitere Informationen zur ORGADATA AG: www.orgadata.com

Presseinformation der ORGADATA AG zur Fensterbau-Frontale Nürnberg 2016

Fotos: Torsten Kollmer / S.O.Medien