Revitalisierung Verlagshochhaus: Springer Quartier Hamburg

Von 16. Februar 2018News

Ein architektonisches Symbol deutscher Zeitgeschichte wird saniert: das Verlagshochhaus Axel Springer in Hamburg. Im Zuge eines großen Projektes revitalisiert die bundesweit tätige MOMENI Gruppe das komplette SPRINGER QUARTIER. Das Axel Springer Hochhaus befindet sich in Hamburg-Neustadt, ganz in der Nähe der Stadthöfe, einem weiteren großen Projekt, für das Medicke Fassaden liefert. MOMENI hat seinen Hauptsitz in Hamburg und ist als Investor spezialisiert auf die Entwicklung sowie das Management hochwertiger Immobilien in den Innenstadtlagen deutscher Großstädte.

Medicke als Spezialist für Refurbishment gefragt

Das Bauunternehmen Ed. Züblin AG setzt dieses Stadtbild prägende Immobilienprojekt im Herzen Hamburgs um. „Ich bin begeistert, dass es uns gelungen ist, Züblin mit unserem Konzept für die Umsetzung der Fassade an diesem denkwürdigen Gebäude zu gewinnen“, sagt Geschäftsführer Marcus Medicke. In den letzten Jahren haben die Fassadenspezialisten aus dem Hause Medicke in vielen großen Projekten ihre Expertise für denkmalgerechtes Refurbishment von Gebäuden und die Revitalisierung ganzer Quartiere unter Beweis gestellt.

Hochhaus als Symbol des Wirtschaftswunders

Verleger Axel Springer baute sein Verlagshochhaus zwischen 1950 und 1956 auf der Trümmerfläche des Ball- und Konzertsaals „Conventgarten“ (errichtet 1853), das im Krieg 1943 zerstört worden war. Die auflagenstarken Flaggschiffe des Verlagshauses – HAMBURGER ABENDBLATT (seit 1948), BILD (seit 1952) und DIE WELT (seit 1953) – prägten wie kaum ein anderes Blatt die Zeitungsgeschichte im Nachkriegsdeutschland bis heute mit.

Denkmalgerechte und energiesparende Fassade

Das 50 m hohe Büro-Hochhaus mit 12.000 qm Nutzfläche auf 14 Etagen ragt in zentraler Innenstadtlage markant in den Himmel. Nach einem Entwurf der Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner (gmp) wird das Axel-Springer-Hochhaus innen nach den Anforderungen einer modernen Büronutzung grundlegend erneuert. Außen erhält es eine komplett neue denkmalgerechte und energiesparende Fassade mit Elementen aus der Produktion von Medicke Metallbau.

Revitalisierung eines ganzen Quartiers

Neben der Modernisierung des denkmalgeschützten Axel-Springer-Hochhauses umfasst das Quartier-Projekt im zweiten Bauabschnitt außerdem einen Neubaukomplex mit ca. 60.000 qm Bruttogeschossfläche auf acht Stockwerken und drei Untergeschossen für die Tiefgarage. Dieser wird im Areal zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und Fuhlentwiete situiert sein. Er bietet auf sechs Voll- und zwei Staffelgeschossen mit ca. 35.000 qm Raum für Büros, für 53 Wohneinheiten sowie für Handel und Gastronomie im Erdgeschoss. Baudenkmal und Neubau werden nach Fertigstellung ein attraktives architektonisches Ensemble bilden. Mit dem SPRINGER QUARTIER entsteht zugleich ein neuer Fußgänger-Boulevard zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und Caffamacherreihe.

Medicke plant und fertigt Fassadenelemente

Die Unternehmensgruppe Medicke plant, produziert und montiert im ersten Bauabschnitt ca. 2.100 qm Verbundfenster und Pfosten-Riegel-Fassade für das Hochhaus-Projekt. Dabei kommen einige Herausforderungen auf das Medicke-Team zu: das Objekt hat einen Denkmalschutzstatus (seit 1997), die statische Belastungssituation der Betondecken bietet wenig Spielraum und die Verformungen am Rohbau des knapp 70 Jahre alten Baukörpers erfordern knifflige Lösungen.

Die Hochhaus-Modernisierung ist bereits angelaufen. Der Neubau startet Anfang des Jahres 2018. Im Jahr 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Auftraggeber: Ed. Züblin AG, Direktion Nord, Reeperbahn 1, 20359 Hamburg, www.zueblin.de

Architekt: gmp – von Gerkan, Marg und Partner Architekten, Elbchaussee 139, 22763 Hamburg, www.gmp-architekten.de

Bauherr: Momeni ASQ GmbH, Neuer Wall 69, 20354 Hamburg, www.momeni-immobilien.com

Planung: agn Leusmann, Niedernstr. 10, 20095 Hamburg, www.agnleusmann.de

Visualisierung: MOMENI Gruppe / gmp architekten