Vom Bürohaus zum Wohnhaus: Refurbishment einer Fassade in Halle/Saale

Von 26. April 2017News

Baustart im größten Wohnungsbauprojekt der Stadt Halle/Saale: Die BWG – Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg eG investiert in der Bugenhagenstraße in Halle. Aus einem 8-stöckigen Bürohochhaus wird ein Wohnhaus mit 50 barrierefreien Wohnungen. Medicke erhielt von der BWG den Auftrag zur Planung, Fertigung und Montage der kompletten Fassade.

Das Projekt ist der erste Teilabschnitt eines größeren Investitionsprogramms von BWG eG und Paul-Riebeck-Stiftung Halle, bei dem bis 2018 ca. 50 Mio. Euro für 270 Wohnungen im Quartier zwischen Bugenhagenstraße und Hafenbahnstraße investiert werden. Damit ist das Gelände einer ehemaligen Pumpenwerk-Gießerei mit 26.000 qm derzeit das größte Wohnungsbauprojekt in Halle. Das einstige Bürogebäude aus den 1970er Jahren erhält neben der inneren Umgestaltung auch eine komplett neue Gebäudehülle. Sie folgt dem Entwurf von arc Architekturkonzept GmbH aus Halberstadt, der sich in einem Wettbewerb durchsetzte.

Medicke erhielt von der BWG eG den Auftrag, alle Leistungen rund um die Erneuerung der Fassade zu erbringen. „Intelligentes Refurbishment von Bestandsgebäuden, insbesondere von Fassaden, im Rahmen der Revitalisierung ganzer Stadtquartiere ist ein Königsweg, um zukunftsfähige Urbanität in sich wandelnden Gesellschaften zu gestalten“, sagt Geschäftsführer Marcus Medicke zum neuen Auftrag. Eine Besonderheit ist die gestalterische Verbindung unterschiedlicher Materialien und Fassadenelemente.

Medicke produziert, liefert und montiert als gestaltende Fassadenteile über 2.000 qm Holztafelelemente und Holzwandelemente als neue Wandscheiben für die Außenhülle. Im Auftragsumfang enthalten sind außerdem: ca. 300 Fensterelementen im System Schüco AWS 75.Si, fünf PASK-Elemente im System Schüco AWS 75.Si, ca. 35 Türelemente im System Schüco ADS 75 HD.Hi und eine Pfosten-Riegel-Fassade im System Schüco FWS 50.Si (ca. 80 qm). Komplettiert wird die Fassade durch ca. 2.800 qm Blechverkleidungen, ca. 300 Raffstores für den Sonnenschutz ca. 1.000 m Stahl-Geländer. Die Stellung von ca. 4.450 qm Gerüstkonstruktion übernimmt das Montageteam ebenfalls.

Nach der Entkernung bleiben vom einstigen Bürogebäude nur die tragenden Stützen und Decken im Baubestand. Es handelt sich bei der Konstruktion um einen Ständerbau ohne tragende Wände. Danach werden durch das Medicke-Team entsprechende Holzwandelemente in F90- und F30- Qualität geliefert und montiert. Diese stellen dann später die Außenhaut dar. In diese Elemente werden anschließend verschiedene Fenster- und Türkonstruktionen eingebaut. So entstehen unter anderem auf der Südseite schöne Loggien. Die gesamten Wandelemente werden am Ende mit einer Blechfassade verkleidet. In allen Etagen wird außen ein umlaufendes Geländer mit Glatt– und Lochblechfüllung montiert.

Architekt: arc Architekturkonzept GmbH, Lauterbach-Oheim-Schaper Freie Architekten BDA, Spiegelstraße 56, 38820 Halberstadt, www.arc-architektur.de

Bauherr / Auftraggeber: BWG – Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg e.G., J.-Sebastian-Bach-Str. 23, 06124 Halle/Saale, www.hallebwg.de

(Foto: Visualisierung BWG eG / arc Architekturkonzept GmbH)